Die US-Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) wurden veröffentlicht und zeigen Aufbauten bei Rohöl, Destillaten und Benzin. Die Zahlen sprechen für sich: die Aufbauten sind bei den Destillaten weit über den Erwartungen. Natürlich wirken Aufbauten immer preissenkend. Bleibt abzuwarten was das US-Energieministerium meldet, welche heute Nachmittag gemeldet werden.

 

Aussicht auf Handelsabkommen bekommt Dämpfer

Die bevorstehende Unterzeichung des Handelsabkommens zwischen den USA und China kommt näher. Jetzt dämpfte der US-Finanzminister die Erwartungen. Er stellte klar, dass die USA die bestehenden Strafzölle nicht aufheben werde, das könne höchstens Teil eines Phase-2-Abkommens sein, so der MInister. Diese Mitteilung macht die Hoffnung zu Nichte, dass das Phase-1-Abkommen die Wirtschaft und damit die Ölnachfrage spürbar positiv beeinflusst. Auch diese Aussagen vor allem in Kombination mit den Bestandsdaten drücken die Preise.

 

Mehr Öl aus Nicht-OPEC-Ländern

Weitere Sorgen bereiten die schon bekannten Mehrmengen Rohöl, die aus Nicht-OPEC-Ländern kommen werden. Derweil ich schon dokumentiert, dass diverse Nicht-OPEC-Länder ihre Produktion steigern werden, womit das Angebot an Rohöl weiter steigen wird, wenngleich die Nachfrage tendenziell sinkt. Solange die Weltwirtschaft nicht wieder angekurbelt wird, wird das wohl erstmal auch so bleiben.

 

Ausblick

Nachdem die Preise in den vergangenen Tagen weiter gesunken sind, haben wir heute morgen eine Seitwärtsbewegung. Zum aktuellen Zeitpunkt rechnen wir mit +0,15 und +0,30 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Vormittag.

Source: Futures-Services