Nachdem sich die Auswirkungen der Anschläge in Saudi-Arabien auf den Markt so langsam wieder legen und Normalität eintritt – Insider des Ölunternehmens Saudi Aramco ließen verlauten, dass die Produktionsmenge bereits wieder fast vollständig wiederhergestellt ist -, wird der Markt nun wieder von anderen Themen bestimmt. Der Handelsstreit zwischen den USA und China scheint ein schier endloses Vorhaben zu sein. Ein stetiges hin und her lässt kaum Prognosen zu.

 

Aussagen von US-Präsident Trump widersprüchlich 

Erst am Dienstag dämpfte Trump die Hoffnung auf ein baldiges Abkommen der beiden Weltmächte mit der Aussage, er wolle „kein schlechtes Abkommen“. Gleichzeitig kritisierte er die chinesische Vorgehensweise und unterstellte, dass Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Diese Aussage ließ vermuten, dass es wohl in naher Zukunft kaum eine Annäherungen zwischen Washington und Peking geben wird und damit die Unsicherheiten am Markt weitergehen. Die Preise vielen, man erwartete ein noch stärker zurückgehendes Wirtschaftswachstum als Folge.

 

Nun schlägt heute schon wieder ein anderer Ton: Trump erklärte gestern New Yorker Journalisten, dass ein Abkommen „schneller passieren [könne], als Sie denken“. Er erklärte, dass einige sehr gute Gespräche stattgefunden haben und dass China unbedingt ein Abkommen möchte. China fange nun auch wieder an Agrarprodukte aus den USA zu kaufen, was eine Annäherung vermuten lässt.

 

Man könnte sagen die beiden Aussagen heben sich gegenseitig wieder auf. Die Lage kann derzeit nicht eingeschätzt werden, man kann nicht sagen, inwieweit man die Aussagen Trumps werten kann. Schon am nächsten Tag kann alles anders kommen und eine neue Richtung eingeschlagen werden. Der Handelsstreit bleibt also weiterhin uneinsichtig, derzeit sprechen die Aussagen und Handlungen eher wieder für ein baldiges Abkommen. Es bleibt abzuwarten, wie es morgen aussieht.

 

Aussicht

Aktuell wird mit einem Preisanstieg von +0,25 bis +0,40 Euro pro 100 Liter gerechnet.

Source: Futures-Services