Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht beendet ist, zeigt sich am langfristigen und kurzfristigen Preisvergleich doch, dass der Preissturz vom Frühjahr vorbei ist. Seit Mai klettern die Preise langsam aber stetig wieder etwas in die Höhe. Verglichen mit den Vorjahren bleibt Heizöl aber nach wie vor unschlagbar günstig.

 

Heizöl wird nur langsam wieder teurer


Die Trendboxen zeigen es: die Preissteigen wieder, zumindest im kurz- und mittelfristigen Vergleich. Die Pfeile sind wieder überwiegend grün und zeigen nach oben. Allerdings zeigt sich auch, dass der Preisanstieg nun in einem verhältnismäßig normalen Rahmen verläuft – nicht vergleichbar mit dem Einbruch, der coronabedingt im Frühjahr für historische Tiefstpreise sorgte. Und das sowohl bei den weltweiten Rohölpreisen als auch bei den Heizölpreisen im Bundesgebiet.

 

Am Kurvenverlauf der kurzfristigen Heizölpreisentwicklung, also beim Vergleich der Preise seit Februar bis heute, lässt sich dies gut ablesen. Der Einbruch begann im Feburar und hatte im März seine größte Spitze. Am 9. März brachen die Preise um fast 9 Euro ein (von 53,60 Euro auf 44,93 Euro). Die Erholung war nur kurz und bis zum 28. April waren die durschnittlichen Heizölpreise von 59,50 Euro am 1. Februar auf 35,39 Euro abgerutscht.

 

Inzwischen pendeln die Preise um einen Wert von etwa 44 Euro. Im Zweijahres-Vergleich wird deutlich, dass dieses Preisniveau immer noch sehr günstig ist. Sowohl 2018 als auch 2019 lag der Durchschnittspreis am 3. Juli über 65 Euro, also etwa 20 Euro über dem heutigen durchschnittlichen Tagespreis.

Ausblick

Der Preiseinbruch im Frühjahr hing ursächlich mit der Coronapandemie zusammen. Noch stärker betroffen als die Inlandspreise waren die weltweiten Rohölpreise, die an der Börse kurzfristig sogar ins Minus rutschten. Die Erholung kam dann – auch für viele Experten überraschend – schneller als erwartet, was sich an den Börsen und damit auch am Inlandspreis niederschlug.

 

Allerdings ist Corona noch nicht vorbei, wie sich etwa auch an den explodierenden Infektionszahlen in den USA zeigt. Auch wenn die Ausbreitung des Virus in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern sehr gut eingedämmt werden könnte, trifft das nicht auf alle Industrienationen zu. Sollten dort dann die Lockdowns wieder verschärft werden, könnte es zu einem erneuten Nachfrageeinbruch kommen, der die Ölpreise wieder in den Keller schicken würde.

 

Darauf würden dann auch die Heizölpreise in Deutschland reagieren, so wie sie es im Frühjahr auch schon getan hatten. Heute jedoch steigen die Preise im Vergleich zu gestern erst einmal wieder leicht. Für 100 Liter müssen Verbraucher mit einem Aufschlag von etwa ±0,00 bis +0,15 Euro rechnen.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 1,64 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 03.07.2020

 

Source: Futures-Services