Die Aussichten auf ernstzunehmende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben sich zur Wochenmitte wieder eingetrübt, nachdem die Kampfhandlungen im Nahen Osten wieder zugenommen haben. Die Sorgen hinsichtlich länger andauernder Angebotsengpässe stiegen damit wieder.

 

Revolutionsgarden greifen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien an
So berichtete das Zentralkommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) am Dienstagabend, die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten mehrere Marschkörper auf Stützpunkte der US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Diese seien jedoch abgewehrt worden. Jordanien hatte kurz zuvor Angriffe auf US-Stützpunkte und eine Kommandozentrale gemeldet.

 

USA und Saudi-Arabien greifen mit Iran verbündete Milizen im Irak an
Zudem berichtete CENTCOM am gestrigen Dienstag, man habe zusammen mit den Streitkräften Saudi-Arabiens Angriffe auf Stellungen von Milizen durchgeführt, die mit dem Iran verbündet sind und auf Geheiß der IRGC aus dem Irak heraus die US-Streitkräfte sowie die Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens angreifen würden. Bei den Luftangriffen der amerikanischen und saudischen Streitkräfte seien zahlreiche Waffenlager und logistische Einrichtungen getroffen worden.

 

Die aus dem Jemen agierende Huthi-Miliz hatte am Dienstag ebenfalls angegeben, weitere Ölanlagen in Saudi-Arabien, darunter auch im Osten des Landes, angegriffen zu haben. Darüber hinaus setzte die Miliz die Seeblockade Saudi-Arabiens im Roten Meer fort.

 

Iranische Marine fängt drei Öltanker in Straße von Hormus ab
Aus Richtung der IRGC hieß es zuletzt außerdem, die Marine der Revolutionsgarden hätten in der Straße von Hormus am frühen Mittwochmorgen drei Öltanker abgefangen, nachdem diese auf Warnungen nicht reagiert hätten. Weitere Details gaben die IRGC dazu allerdings nicht.

 

Inlandspreise erneut teurer erwartet
Die erneute Eskalation im Nahen Osten führte auch an den Rohstoffbörsen heute wieder dazu, dass die Ölpreise teurer in den Tag starteten. Dies wirkt sich auch auf die Inlandspreise aus, die bereits durch die niedrigen Rheinpegel Auftrieb erhalten.  So müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute mit weiteren Aufschlägen von +3,00 bis +4,00 Euro/100l rechnen müssen.